| BTU Fakultät 2 LS Theorie der Architektur Mitarbeiter Dr. Riklef Rambow |
LS Theorie der Architektur 210305 Seminar (SE)
Sommersemester 2006
Verbale und visuelle Rhetorik:
Architektur überzeugend präsentieren
Donnerstag, 13.45 – 15.15 Uhr, ZHG / SR 2
Studiengang: Architektur (Master, Diplom), Stadt- und Regionalplanung (Master, Diplom); Architekturvermittlung (Master)
Modul: Arch GT A3 MA; Stadt GT M3 MA; AV Px3 MA
Dr. Riklef Rambow
Sprechstunde Mittwoch, 11-12 Uhr, LG 2B Raum 2.12; Tel. 69-3080;
e-mail: rambow@tu-cottbus.de
/theoriederarchitektur/Lehrstuhl/deu/Rambow.html
THEMA
In der Veranstaltung werden wir uns damit auseinander setzen, wie architektonische Entwürfe und Konzepte so dargestellt und präsentiert werden können, dass sie von den Adressaten verstanden und positiv bewertet werden. Dafür gibt es keine Patentrezepte, stattdessen geht es darum, einen überzeugenden eigenen Stil zu finden und unter Berücksichtigung von Zielgruppe, Aufgabe und Rahmenbedingungen flexibel zu entfalten. Die Präsentation von Architektur ist eine Kunst, die nicht als lästige Pflicht, sondern als reizvolle Herausforderung begriffen werden sollte.
Der erste Teil des Seminars widmet sich den notwendigen rhetorischen und kommunikationspsychologischen Grundlagen und der Reflexion bisheriger Erfahrungen mit dem Sprechen und der Entwurfspräsentation vor Publikum. Im zweiten Teil geht es um die schrittweise Erarbeitung einer eigenen Präsentation auf der Grundlage der systematischen Reanalyse eines eigenen oder eines fremden Entwurfs.
Lernziel ist nicht nur die theoretische Kenntnis und praktische Einübung von Präsentationsfähigkeiten, sondern auch die Erkenntnis, dass Entwurfsprozess und Präsentation eng miteinander verwoben sind, weil sie auf derselben argumentativen Struktur beruhen.
Leistungskriterien sind Anwesenheit und aktive Mitarbeit, einschließlich der schriftlichen Bearbeitung einzelner Aufgaben, sowie die sprachliche und visuelle Entwurfspräsentation in mündlicher und schriftlicher Form.
Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich. Die Anwesenheit bei der ersten Sitzung am 06.04.06 ist allerdings obligatorisch.
13.04.06
1. Sitzung: Einführung
Vorstellung des Seminarablaufs, Klärung der Teilnahme, Klärung der Leistungskriterien, Verteilung der Termine
Aufgabe 1 (Einzelaufgabe; genaue Aufgabenstellung siehe unten)
20.04.06
2. Sitzung: Einführung 2
Vorstellung und Diskussion der Ergebnisse von Aufgabe 1
27.04.06 fällt aus wg. Vortrags in Berlin
04.05.06
3. Sitzung: Einführung 3: Geschichte und Gegenstand der Rhetorik
Vortrag durch den Seminarleiter: Geschichtliche Entwicklungslinien der Rhetorik von der Antike bis heute
11.05.06
4. Sitzung: Einführung 4: Verbales und Visuelles Argumentieren
Vortrag durch den Seminarleiter und Diskussion: Argumentative Struktur des Entwerfens, visuelles und verbales Argumentieren, Herstellung von sinnvollen Bezügen zwischen Text und Bild etc.
18.05.06
5. Sitzung: Einführung 5: Überzeugen
Vortrag durch den Seminarleiter und Diskussion: Was heißt Überzeugen? Strategien des Überzeugens etc.
25.05.06
01.06.06
7. Sitzung: Präsentationen
1: Sabine Wildrath & Nicole Dubral
2: Matthias Schönwald & Cornelius Lensing
3: Janet Kyas/ Susanne Hoffmann
08.06.06
8. Sitzung: Präsentationen
1: Mathias Spans & Anja Wrusch
2: André Nolte & Christiane Hensel
15.06.06 fällt aus wg. Tagung „Die Zukunft der Architekturvermittlung“ in Cottbus
22.06.06
10. Sitzung: Präsentationen
1: Kerstin Bruhn & Janina Pätzig
2: Alexander Arnold & Daniela Bremer
29.06.06
11. Sitzung: Präsentationen
1: Dominik Heinzmann & Christian Rothe
2: Matthais Keil & Felix Schlott
3: Jian Qin & Eike S. Fleck
Zusätzliche Blocksitzung am 08.07.06 von 10.00 - ca. 17.00: Präsentationen
Johanna Jagenow
Roman Röhrig & Philipp Stroh
Maria Ludewig & Astrid Lohss
Björn C. Tönsfeldt & Jutta Miehlke
Claudia Jokisch & Matthias Abend
Antje Hohlweg & Olaf Pöschk
06.07.06
12. Sitzung: Präsentationen
1: Kirsten Galow & Martin Schwingenstein
2: Ina Gottschling & Jessica Kämpfe
3: Erich Walter Flöter & Alexander Bredack
13.7.06
13. Sitzung: Abschlussdiskussion
Rückblick und Ausblick: Welche Ziele wurden in dem Seminar erreicht, wie kann man weiter arbeiten?
LEISTUNGSKRITERIEN
n Regelmäßige Anwesenheit: Nicht mehr als 1 Fehltermin (in begründeten Ausnahmefällen bitte ich um rechtzeitige Rücksprache)
n Aktive mündliche Mitarbeit
n Bearbeitung der schriftlichen Aufgaben
n Mündliche Präsentation eines eigenen oder fremden Entwurfes entsprechend der im Seminar erarbeiteten Kriterien, Dauer: 10 Minuten, powerpointgestützt
n
Schriftliche Ausarbeitung der Präsentation mit den Teilen:
1. grafische Darstellung der Argumentationsstruktur
2. Wörtlich ausformuliertes „Skript“ mit genauen Text-Bild-Zuordnungen
3. Quantitative Zusammenfassung der Rückmeldebögen und kurze schriftliche
Reflektion der Ergebnisse.
AUFGABENSTELLUNG AUFGABE 1
n Detaillierte Beschreibung von zwei „guten Rednern“, die hohe Glaubwürdigkeit und Überzeugungskraft besitzen. Wodurch entsteht diese Glaubwürdigkeit? Welche Merkmale der Person und/oder der Rede sind dafür verantwortlich? In welchen Situationen entstehen diese Qualitäten?
n Beschreibung der eigenen Rednerpersönlichkeit und eigener Redeerfahrungen. Wie sehe ich mich selbst? Was kann ich gut, was gelingt mir noch nicht so gut? Wie fühle ich mich dabei? Wie glaube ich, nehmen andere mich wahr?
n Beschreibung eines realistischen Zielzustandes. Was möchte ich, was kann ich erreichen?
Schriftliche Beantwortung dieser drei Fragen auf ca. 3 Seiten. Ausgedruckt mitbringen zur Sitzung am 20.04.06.
LITERATUR
Einen gut lesbaren Überblick über Geschichte und Gegenstand der Rhetorik bietet
Göttert, K.-H. (1998). Einführung in die Rhetorik. Grundbegriffe – Geschichte – Rezeption (3. Aufl.). München: Fink (UTB-Taschenbuch 1599).
Etwas stärker auf eine theoretische Fundierung orientiert sind die beiden preisgünstigen Bände:
Knape, J. (2000). Was ist Rhetorik? Stuttgart: Reclam.
Knape, J. (2000). Allgemeine Rhetorik. Stationen der Theoriegeschichte. Stuttgart: Reclam.
Die Ausführungen zur Argumentation orientieren sich an:
Crusius, T. W. & Channell, C. E. (2000). The Aims of Argument. A Brief Rhetoric (3rd Ed.). Mountain View, CA: Mayfield.
Etwas stärker auf praktische Anwendung orientiert ist:
Hartig, W. (1988). Moderne Rhetorik. Rede und Gespräch im technischen Zeitalter (11. Aufl.). Heidelberg: Sauer.
Ansonsten empfehle ich die Auseinandersetzung mit den Klassikern, vor allem Aristoteles, Cicero und Quintilian. Die wichtigen Texte dieser Autoren sind alle als handliche, preisgünstige Bände bei Reclam lieferbar, z. T. auch in zweisprachigen Ausgaben.
MATERIALIEN ZUM DOWNLOAD
Hinweise zum Geben und Annehmen von mündlichen Rückmeldungen (PDF-Datei)
Fragebogen zur Rückmeldung nach Präsentationen (PDF-Datei)
Seminarplan (PDF-Datei)