BTU     Fakultät 2       LS Theorie der Architektur       Mitarbeiter      Dr. Riklef Rambow

Lehrveranstaltung im Sommersemester 2001



BTU Cottbus Fakultät 2 Architektur, Bauingenieurwesen und Stadtplanung
Lehrstuhl Theorie der Architektur
Studiengänge:  Architektur, Stadt- und Regionalplanung
Hauptstudium
Org. Kennziffer: 210307 SE
Schein Wahlpflicht/Pflichtfach
Ort: LG 4 / 022
Zeit: Dienstag 11.30 ? 13.00 A/B
1. Veranstaltungstermin: 10.04.01

Seminar
Dr. Riklef Rambow


KOMMUNIKATION ÜBER ARCHITEKTUR

In diesem Seminar geht es um Möglichkeiten der Vermittlung von Architektur und welche Probleme dabei auftreten können. Es werden unter anderem die folgenden Fragen behandelt: Wie lässt sich Kommunikation überhaupt beschreiben? Wie reden Architekten über Architektur? Wie reden Architekturkritiker über Architektur? Wie reden Laien über Architektur? Wie hängen Wissen, Wahrnehmung und Urteil zusammen? Wann sagt ein Bild mehr als tausend Worte und wann nicht? In welchen Planungsphasen ist Kommunikation sinnvoll? Welche Ziele hat die Kommunikation und wie lassen sich diese erreichen? Welche Rolle spielt Kommunikation für die Zukunft der Architektur?

Wir werden uns im ersten Teil des Seminars theoretisch mit diesen Fragen auseinandersetzen und uns danach anhand von Fallbeispielen und praktischen Übungen mit der Problematik beschäftigen. Das Ziel des Seminars besteht darin, die Bedeutung der Kommunikation für den Erfolg von Planung einschätzen und die verschiedenen Kommunikationsmedien zielgruppenorientiert nutzen zu können.

Eine Teilnehmerliste zum Eintragen hängt vor dem Raum 313 im LG 10 aus.
 

SEMINARPLAN
 

1. SITZUNG 10.04.01
Vorstellung des Seminarplanes und Klärung organisatorischer FRagen

2. SITZUNG 17.04.01
Einführung: Architektur und Kommunikation
Hintergrundliteratur:
Rambow, R. (2000). Experten-Laien-Kommunikation in der Architektur. Münster: Waxmann. (Kapitel 1, S. 11-46)

3. SITZUNG 24.04.01
Architekturkritik in Fachzeitschriften
Formulierung von Aufgabe 1: Auswertung der Architekturberichterstattung in Tageszeitungen über einen zweiwöchigen Zeitraum

01.05.01: fällt aus wg. Feiertag

4. SITZUNG 08.05.01
Architekturberichterstattung in Tages- und Wochenzeitungen
1. Bericht über die Ergebnisse der Aufgabe
2. Studie: Diskussion der Studie Wahrnehmung der Medienberichterstattung über Architektur durch Laien

5. SITZUNG 15.05.01
Architektur und Öffentlichkeit: Möglichkeiten der Kommunikation
Formulierung von Aufgabe 2: Durchführung und Protokollierung von Gesprächen mit Laien

6. SITZUNG 22.05.01
Vermittlung von Architektur: Die Laienperspektive
Präsentation und Diskussion der Ergebnisse von Aufgabe 2
Hintergrundliteratur:
Rambow, R. (2000). Experten-Laien-Kommunikation in der Architektur. Münster: Waxmann. (Kap. 4-6, S. 100-209)

7. SITZUNG 29.05.01
Vermittlung von Architektur an Laien
Gestaltung von bildlichen Darstellungen / Gestaltung von Texten / Text-Bild-Interaktion
Formulierung von Aufgabe 3: Laiengerechte Aufbereitung und Präsentation eines eigenen oder eines fremden Projekts.

05.06.01: Kein Plenumstermin; Einzelkonsultationen nach Bedarf

12.06.01: Exkursionswoche. Kein Plenumstermin; Einzelkonsultationen nach Bedarf

8. SITZUNG 19.06.01
Präsentation der Ergebnisse von Aufgabe 3, Teil 1
Gruppe 1:  Ines Triebel, Ramona Theuergarten
Gruppe 2:  Gabriela Meyer, Rico Fuchs, René Plessow, Katja Seltenheim
Gruppe 3:  Anja Altenburg, Heike Hessenberger, Tanaj Otte
Gruppe 4: Felix Jeschke, Marion Mannhold

9. SITZUNG 27.06.01 (ACHTUNG, VERÄNDERTE ZEIT: 11 - 15 Uhr)
Präsentation der Ergebnisse von Aufgabe 3, Teil 2:
Gruppe 5:  Andrea Wilsch, Christina Jungnickel
Gruppe 6:  Alina Nowak, Daniel Sawatzki, Stefan Schneider
Gruppe 7:  Marco Friedrich, Jens Niewiadomski, Stefan Simonides
Gruppe 8:  Ronny Reuther, Steffen Braunholz, Patrick Gerdsmeier
Gruppe 9:  Maik Möde, Marcel Fengler
Gruppe 10:  Birte Welling, Torsten Suschke
Gruppe 11:  Nils Lillig, Jens Schaumann, Felix Junker
Bearbeitung der Evaluationsbögen

10. SITZUNG 03.07.01
Diskussion und Seminarkritik anhand der Evaluationsergebnisse
 
 

SCHEINKRITERIEN

Erfolgreiche Bearbeitung aller drei Aufgaben (jeweils in Gruppen bis zu drei Personen)
aktive Beteiligung an Diskussionen durch eigene Redebeiträge
Regelmäßige Anwesenheit

Die Anwesenheit wird durch eine Liste kontrolliert. Sie sollten nicht mehr als einen der 10 Termine versäumen.
 

LITERATUR IM SEMESTERAPPARAT (UB)
 

ALLGEMEINE HINTERGRUNDLITERATUR:
Rambow, R. (2000). Experten-Laien-Kommunikation in der Architektur. Münster: Waxmann.

ZU AUSBILDUNG UND SOZIALISATION VON ARCHITEKTEN:
1. HISTORISCHER ZUGANG
Pfammatter, U. (1997). Die Erfindung des modernen Architekten. Ursprung und Entwicklung seiner wissenschaftlich-industriellen Ausbildung. Basel: Birkhäuser.
2. EMPIRISCHE BESTANDSAUFNAHME (FÜR DIE USA):
Boyer, E. L. & Mitgang, L. D. (1996). Building community. A new future for architecture education and practice. A special report. Princeton, NJ: The Carnegie Foundation for the Advancement of Teaching.
3. SOZIOLOGISCHE ANALYSE (DURCH TEILNEHMENDE BEOBACHTUNG)
Cuff, D. (1991). Architecture: The story of practice. Cambridge, MA: MIT Press.
 

ZU ROLLE UND ZUKUNFT DES BERUFSSTANDS:
1. AUFSATZSAMMLUNGEN AUS USA UND GB:
Saunders, W. S. (Ed.). (1996). Reflections on architectural practices in the nineties. New York. Princeton Architectural Press.
Duffy, F. & Hutton, L. (1998). Architectural knowledge. The idea of a profession. London: E & FN Spon.
2. THEORETISCHE ANALYSE AM BEISPIEL DER USA IN DEN 80ER JAHREN:
Larson, M. S. (1993). Behind the postmodern façade. Architectural change in late twentieth-century america. Berkeley, CA: University of California Press.
 

ZU ROLLE UND SELBSTVERSTÄNDNIS DES BERUFSSTANDS (HISTORISCH ORIENTIERT):
Saint, A. (1983). The image of the architect. London: Yale University Press.
Kostof, S. (Ed.). (2000, Orig. 1977). The architect. Chapters in the history of the profession (with a new foreword and epilogue by D. Cuff). Berkeley, CA: University of California Press.

SPRACHGEBRAUCH, FACHSPRACHE VON ARCHITEKTEN:
Dechau, W. (1997). Architektenjargon. Maßnahmen sind am Bau zu prüfen. Hohl-, Holz-, Ab- und Auswege. Stuttgart:DVA.
Forty, A. (2001). Words and buildings: A vocabulary of modern architecture. London: Thames and Hudson.

ARCHITEKTURKRITIK:
1. AUFSATZSAMMLUNG, SCHNELLSCHÜSSE VON UNTERSCHIEDLICHER QUALITÄT:
Flagge, I. (Hrsg.). (1997). Streiten für die menschliche Stadt. Texte zur Architekturkritik. Hamburg: Junius.
2. FUNDIERTE THEORETISCHE ANALYSE:
Bonta, J. P. (1982, engl. Orig. 1979). Über Interpretation von Architektur. Vom Auf und Ab der Formen und die Rolle der Kritik (aus dem Engl. V. M. Uhl). Berlin: Archibook.

KOMMUNIKATION, KOOPERATION, PARTIZIPATION:
Selle, K. (Hrsg.). (1996). Planung und Kommunikation. Wiesbaden. Bauverlag.
 

ALLGEMEINVERSTÄNDLICHE EINFÜHRUNG IN DIE PSYCHOLOGIE DER KOMMUNIKATION:
Schulz von Thun, F. (1995). Miteinander Reden, Band 1: Störungen und Klärungen. Reinbek: Rowohlt.
 

PRAXISNAHES HANDBUCH FÜR MARKETING UND PR:
Marquart, C. (1997). Marketing und Öffentlichkeitsarbeit für Architekten und Planer. Stuttgart. AVEdition.
 

SOZIALWISSENSCHAFTLICHE ANSÄTZE IN DER PLANUNG
Lang, J. (1994). Urban design. The american experience. New York: Van Nostrand Reinhold.
Lang, J. (1987). Creating architectural theory. The role of the behavioral sciences in environmental design. New York: Van Nostrand Reinhold.