Ulrike Rose
Gelsenkirchen / Berlin


Die Landesinitiative StadtBauKultur NRW

In den ersten fünf Jahren der auf zehn Jahre angelegten Landesinitiative StadtBauKultur NRW fanden in Zusammenarbeit mit den Partnern der Initiative zahlreiche Konferenzen, Ausstellungen, Workshops zu Themen der gebauten Umwelt statt. Eine Vielzahl der unter der Marke StadtBauKultur NRW herausgegebenen Publikationen betrachten ein weites Spektrum des Planens und Bauens und sind in Planungsämtern und Fachkreisen wertvolle Ratgeber.
Doch ist das Thema Baukultur noch nicht in der Alltagswelt angekommen. Die Berührungen zwischen Architekten und Ingenieurwelt mit der Alltagswelt gering. Das Europäische Haus der Stadtkultur agiert hier als Vermittler zwischen Fach- und Alltagswelt, zwischen Architektur und Baumarkt.
In der folgenden zweiten Phase wird sich die Initiative StadtBauKultur NRW intensiv an den Nutzer von Architektur wenden und in einfacher, verständlicher Sprache Argumente liefern, warum eine gut gebaute Umwelt für den jeden Einzelnen von Vorteil ist. Vorbildfunktion hat die Kommission CABE aus Großbritannien mit ihrer klaren und leicht verständlichen Sprache: better buildings = better living.
Erste Schritte sind gemacht: Informationen über die gebaute Umwelt und die Aktivitäten im Rahmen der Landesinitiative sind schon leichter zugänglich. Die Internetseite der Landesinitiative www.stadtbaukultur-nrw.de ist seit Frühsommer 2006 noch übersichtlicher gestaltet. Ein wöchentlich aktualisierter Veranstaltungskalender informiert Interessierte ausgiebig über europaweite Termine zum Thema der gebauten Umwelt. Inhalte von Veranstaltungen werden in der Zukunft zügig über das Netz zugängig sein, so dass man schnell Zugriff zu den Ergebnissen der Tagungen hat.
Weiterhin wird im Europäischen Haus der Stadtkultur über ein Baukulturnachschlagwerk für den Stadtbewohner mit direkten Anwendungsbeispielen und über Kampagnen nach dem Beispiel „Aimee l’architecture“ in Frankreich vor einigen Jahren nachgedacht.