05.11.2014 um 18:30

Pedro de Llano

Das Wahre in der Architektur ohne Architekten

Die anonyme Rationalität als Referenz für eine Architektur der Krise - Pedro de Llano (La Coruña, 1947), Architekt und Publizist, studierte Architektur an der ETSA Madrid und erhielt einige Jahre später eine Professur am Lehrstuhl Architekturdarstellung an der Universität La Coruña. Zu Beginn seiner Tätigkeit als Architekt beschäftigte er sich mit der vernakulären Architektur seines Landes und publizierte das Buch Traditionelle Architektur in Galicien, ein Referenzwerk über das Thema in Spanien. In seiner Tätigkeit als Publizist erschienen seine Essays über die Architekten Alejandro de la Sota, Alvaro Siza oder Le Corbusier sowie der Architekturführer Spaniens (1920 - 2000) und das Projekt Terra (mit dem nationalen Architekturpreis ausgezeichnet), an denen er ebenso mitgewirkt hat. Gleichzeitig beschäftigte er sich mit der Analyse der Beziehungen zwischen Architektur und zeitgenössischer Kunst, welche zu einer Reihe von gebauten Pavillons in Zusammenarbeit mit Dan Graham führte. Neben seiner Aktivität als selbstständiger Architekt konzentrierte sich Pedro de Llano in den letzten Jahren auf die Untersuchung der möglichen Verknüpfungen zwischen traditioneller und moderner Architektur. Schwerpunkt dieser Studie ist die Rolle der Architektur ohne Architekten als Referenz für diejenigen, die Interesse an einer rationalen und nachhaltigen Architektur zeigen, insbesondere in Zeiten der Architekturkrise, die Spanien aktuell erlebt. Pedro de Llano wird in seinem Vortrag diese Thesen erklären und im Bezug auf Werke von Architekten wie Le Corbusier, Gropius, Mies, Aalto, Doshi, Kahn, Siza, Sejima, Ito, Zumthor oder Murcutt seine eigenen Projekte erläutern.